„Nehmt einander an und seid das Licht der Welt!“
Röm 15,7 und Mt 5,14
 

In die Ewigkeit heimgerufen wurde

„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“
Mt 25,35

Gott, der Herr über Leben und Tod, hat die frühere Seelsorgehelferin
Frau Ursula Mai
am Freitag, 9. Oktober 2020, in sein himmlisches Reich gerufen.

Sie war zuletzt wohnhaft im Caritas-Altenpflegeheim St. Michael in Dresden.
Ursula Mai wurde am 18. April 1934 in Bautzen geboren und wuchs in einer großen Familie am Stadtrand von Schirgiswalde auf. Als junge Frau absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zum „Industriekaufmann“, die sie 1953 mit Auszeichnung abschloss. Sie selbst beschreibt diese Zeit als eine „Suche nach einem sinnvollen Einsatz meines Lebens“, die sie schließlich in die Ausbildung zur Seelsorgehelferin nach Magdeburg führte. Im Jahr 1959 ließ sie sich in den pastoralen Dienst des Bistums Dresden-Meißen senden. Als Seelsorgehelferin war sie in sehr unterschiedlichen Gemeinden eingesetzt:
1959 - 1962 Oppach
1962 - 1964 Radebeul
1964 - 1968 Großpostwitz
1968 - 1972 Leipzig-Lindenau
1972 - 1976 Triebes (mit der bischöflichen Beauftragung zur Gemeindeleitung unter der Aufsicht des zuständigen Pfarrers von Zeulenroda)
1976 - 1988 Dresden-Johannstadt
1988 - 1991 Wilsdruff
Nach der politischen Wende veränderte sich auch die kirchliche Situation sehr stark und in Ursula Mai wuchs zunehmend der Wunsch, „Kirche nach außen“ mitzugestalten. Sie wollte sich inmitten der Gesellschaft engagieren und auf diese Weise ihren christlichen Glauben bezeugen. Ursula Mai schied im Jahre 1991 aus dem Dienst des Bistums aus und begann eine Tätigkeit beim „Sozialen Kinder- und Jugendnotdienst der Stadt Dresden“. Daneben engagierte sie sich bis ins Jahr 2015 in der Friedensbewegung „pax christi“ u. a. in der Flüchtlingshilfe. Die Solidarität mit den Menschen aus Bosnien, aus dem Kosovo und anderen Herkunftsländern war für Ursula Mai eine Weiterführung ihrer Sendung, zu der sie viele Jahre zuvor ihr Ja gesagt hatte.
Auch deshalb wird ihrer im Rahmen des montäglichen Friedensgebetes am 2. November 2020, 17.00 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche gedacht.

Ich empfehle die Verstorbene dem fürbittenden Gebet der Gläubigen.
Das Requiem wird am 15.10.2020, 9.00 Uhr in Schirgiswalde in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gefeiert. Die Beerdigung schließt sich daran an.

Dresden, 12.10.2020
Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

Quelle: Bistum Dresden-Meißen

Requiem ebenfalls am  Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche