Arabische Liturgie in Striesen 2026

Christen aus Syrien, dem Irak, dem Libanon und aus Jordanien verbindet die arabische Sprache, liturgische Riten, Bräuche und Gesänge. Im vergangenen Jahr waren sie in Dresden auf der Suche nach einer Kirche und Räumen, um sich versammeln zu können.

Seit Weihnachten sind sie zu Gast in Mariä Himmelfahrt, wo sie in der Regel jeden ersten und dritten Sonntagnachmittag Gottesdienst feiern und anschließend im Gemeindesaal beisammen sind. Sie haben keinen eigenen Priester, aber einen Diakon.

Für Ostersonntag wurde ich gebeten, mit ihnen die Eucharistie zu feiern. Aber – un das war das Besondere – sie halten sich an den Kalender der Ostkirchen. An diesem Tag war für sie Palmsonntag und der Beginn der Karwoche. 
Ich hatte mit unserer Gemeinde bereits die Osternacht gefeiert. 
Nun hieß es, den „Hauptschalter umlegen“ und sich wiederum auf Passion einstimmen.

Die Kirche war mit echten Palmzweigen geschmückt (aus Spanien besorgt). Anstatt der bei uns üblichen Weidenkätzchen war ein großer Korb mit Olivenzweigen vorbereitet, die von mir geweiht wurden. Die Prozession ging von der Kirche bis zum Eingang an der Wittenberger Straße und wieder zurück.

Ich wusste zwar, dass ich mich in unserer Kirche befinde, durch die orientalischen Gesänge und Gebete fühlte ich mich aber, als sei ich in Damaskus oder Aleppo zu Gast. Im Verlauf des Gottesdienstes ging mir auf: Wir feiern in jeder Eucharistie Tod und Auferstehung Christi, Ostern, aber auch Karfreitag.

Familien mit Kindern und Jugendlichen waren gekommen, um die 150 oder mehr – von Meißen, Pirna bis Chemnitz und natürlich aus Dresden. Am darauffolgenden Sonntag feierten sie bei uns das Osterfest.4


Laurenz Tammer, Pfr. i. R.

Bischof Timmerevers Visitation 2026

„Wir müssen lernen, auf das Wesentliche zu schauen und auf das Ganze zu schauen, für alle in dieser Stadt.“

Vom 5. bis zum 7. März hat Bischof Heinrich Timmerevers unsere Pfarrei besucht. Er hatte ein straffes Programm: 11 Personalgespräche, zahlreiche Begegnungen in christlichen Einrichtungen, die auf dem Pfarreigebiet zu finden sind, eine gemeinsame Sitzung mit Pfarreirat und Kirchenvorstand am Donnerstag, Kreuzwegandacht in Zschachwitz, Teilnahme am Weltgebetstag der Frauen in Johannstadt am Freitag, Kindersamstag und Begegnung mit Firmbewerber/innen und mit Gemeindemitgliedern aus der ganzen Pfarrei gab es auch noch, bevor die Visitation am Samstagabend mit einer Messe in der Pfarrkirche „Herz Jesu“ ausklang.

In der kleinen Runde, die sich zur Begegnung im Herz-Jesu-Gemeindezentrum am Samstag zusammenfand, rekapitulierte Bischof Timmerevers einige dieser Eindrücke: „Ich bin beeindruckt von den vielen Dingen, die ich gesehen habe, die da sind“, meinte er. Angefangen vom ersten Besuch im Kinderhaus „Arche Noah“, bei den Kleinsten der Gemeinde, bis zu den Gesprächen in der Ökumenischen Seniorenhilfe in Striesen. Tief beeindruckt zeigte sich der Bischof auch von den Erlebnissen beim Christlichen Hospizdienst auf der Canalettostraße. Dort wirken gut 160 Ehrenamtliche im ambulanten Hospizdienst in ihren Nachbarschaften. „Das ist wie ein Netz über der gesamten Stadt“, sagte der Bischof. „Was geschieht da viel Gutes in unserer Stadt, im Verborgenen.“

Auch über das Pfarreileben zeigte sich der Bischof positiv beeindruckt: „Es wird sichtbar, wie viel da ist, wie viel gestemmt wird.“ Da sei eine hohe Motivation kirchliches Leben zu gestalten. Man merke, dass die drei Gemeinden vor Ort im Einklang seien und er habe nicht das Gefühl, dass eine Konkurrenz zwischen den Gemeinden herrsche.

Es tat gut, unsere Pfarrei mal wieder mit dem Blick von außen wahrzunehmen. Wie viel Engagement, wie viel Talent und christlicher Geist ist da: in den Ortsgemeinden, aber auch in unserem Wirken in der Stadt, in unseren Nachbarschaften.

Im Gespräch wurde auch deutlich, wie viel einfacher wir es als Pfarrei in einer Großstadt haben. Unser pastoraler Schwerpunkt, der ja auf der Kinder- und Jugendarbeit liegt, steht in vielen ländlichen Gemeinden gar nicht zur Debatte. Dort gibt es entweder keine Kinder und Jugendlichen mehr oder die Entfernungen, um die Kinder zusammenzubringen sind zu groß. Auch Zuzug und Anbindung neuer Gemeindemitglieder gestaltet sich auf dem Land oft schwierig.

Es gibt viele Fragen und Herausforderungen, die wir uns als Christen stellen und die sich auch Bischof Timmerevers stellt. Wofür sind wir da, als Kirche? Wie können wir Menschen kirchliche Heimat, ein Zuhause bieten?

Die Antwort darauf muss wahrscheinlich immer wieder neu entwickelt werden, aber wie Bischof Timmerevers sagte: „Wir müssen in die Tiefe gehen, das Fundament muss stimmen.“ Das betonte er auch in seiner Predigt in der Messe zum Abschluss der Visitation, die sich u.a. auf den Römerbrief (Röm 5,1-2.5-8) bezog. Da geht es darum, aus dem Glauben, aus der Hoffnung, heraus zu leben und zu handeln: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen, durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Johanna Ehrhardt

Pilgerreise Georgien 2025

Reisenotizen Pilgerreise mit der Partnergemeinde Marx

Georgien 06.09.2025-13.09.2025

Tag 1
9.30 Uhr Abfahrt unserer Fahrgemeinschaft Richtung Prag. Unser Flug Prag-Istanbul Istanbul Tiflis verlief entspannt so kamen wir voller Vorfreude am Flughafen Tiflis an. Pater Michal von der katholischen Gemeinde hatte uns bereits dort zusammen mit dem Fahrer unseres Busses erwartet.

Gemeinsam fuhren wir dann in das Bildungshaus nach Tserowani unweit der Hauptstadt. Zu unserer großen Freude erwarteten uns dort bereits die Reisegruppe aus Marx und wir begrüßten bekannte und auch neue Gesichter unserer Partnergemeinde. Wir wurden mit einem reichen Abendessen bewirtet und sind am Ende des Tages oder besser am frühen Morgen gegen 3.00 Uhr müde ins Bett gefallen.
Im Gespräch beim Essen erfuhren wir, dass die Pilgergruppe aus Marx nicht so problemlos wie wir anreisen konnten. An der Grenze erlebte Pfarrer Marschner, dass es sehr im Ermessen der Grenzbeamten steht, ob sie jemand passieren lassen und welche zusätzliche „Kosten“ sie für ihr „Entgegenkommen“ erheben. Zum Glück konnten die mitreisenden Ordensschwestern so überzeugend auf die Beamten einreden, dass sie von ihren zusätzlichen Gebühren Abstand nahmen.

Tag 2
Nach einer sehr, sehr kurzen Nacht trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück um dann zum Sonntagsgottesdienst in die Peter und Paul Kirche zu fahren. Wir durften dort mit fünf Jungen und zwei Mädchen ihre Erste heilige Kommunion Feiern. Die sieben Kinder haben diesen besonderen Tag extra verschoben, um ihn zusammen mit der Heiligsprechung von Carlos Acutis zu begehen. Es war auch für uns ein sehr bewegender Moment. Den weiteren Tag verbrachten wir mit einem typisch georgischen Essen – Chatschapuri – eine pizzagroßer Käsefladen und einer ersten Erkundung der Stadt.

Tag 3
Etwas grau und regnerisch begann dieser Tag, aber da wir eine Weile im Bus unterwegs waren, störte uns das nicht besonders. Nach dem morgendlichen Gottesdienst in der Hauskapelle und dem Impuls zum Tagesheiligen, trafen wir uns nach dem Frühstück bei dem Reisebus. Ziel war Mzechta, die alte Hauptstadt Iberiens, wie Georgien von der Antike bis zum frühen Mittelalter genannt wurde. Die heilige Nino – apostelgleiche Erleuchterin Georgiens- wie sie genannt wird, hatte hier viele Jahre gewirkt und das Land christianisiert.

Besonders die  Swetizchoweli-Kathedrale („Lebenspendende Säule“) aus dem 11. Jahrhundert mit ihrer fast mystischen Schönheit und den eindrucksvollen Ikonen hat einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die berühmte Dreifaltigkeitsikone, die jetzt in der Tretjakow-Galerie hängt, hatte eigentlich hier ihren ursprünglichen Platz.

Ein Besuch der vielen Verkaufsstände regionaler Kunsthandwerker und Bauern war auch dabei, bevor wir zum Mittagessen in ein Restaurant fuhren und dort lernen mussten, wie man die berühmten Chinkali so isst, dass man nicht den ganzen Fleischsaft über seine Kleidung tropft. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zur Klosteranlage von Schiomghwime, einer der bedeutendsten frühmittelalterlichen Zeugen georgischer Baukunst. Der Name bedeutet: Kloster des Schio. Schio war ein Eremit der dort gelebt haben soll.

Letzter Besichtigungspunkt für diesen Tag war das Dschwari (Kreuz-)Kloster. Dort soll Nino schon im 6. Jahrhundert ein Kreuz aufgestellt haben. Von dort hatten wir einen großartigen Blick auf die Berge des Kaukasus.

Zurück in Tserowani waren alle zwar etwas müde, aber nach dem Abendessen wieder soweit erholt, dass wir uns in dem großen Gemeinschaftsraum zum gegenseitigen Kennenlernen trafen. Die russische wie die deutsche Gruppe hatte Spielideen im Gepäck, die uns auf heitere Weise einander näherbrachten.

Tag 4
Der heutige Tag sollte recht lang werden, da allein die Busfahrt nach Kachetien 3 Stunden dauern sollte. Erstes Ziel war das Kloster Bodbe, das über der Grabstätte der Heiligen Nino errichtet wurde. An diesem wunderbar sommerlichen Tag, wirkte die Klosteranlage als wäre sie nicht in Georgien, sondern in der Toskana. In dem Klosterkomplex ist in den letzten Jahren eine neue Kirche gebaut worden jedoch vollkommen im traditionellen Stil.Einziger Missklang an diesem Ort war, dass unsere Ordensfrauen von den Orthodoxen Nonnen sehr ablehnend behandelt wurden, sie machten die Arme vor ihre Augen, um sie nicht sehen zu müssen. Ökumene hat hier leider keinen großen Stellenwert.

Mittagessen gab es an einem spektakulären Ort, ein Restaurant mit einer Terrasse, die weit über ein tiefes Tal ragte. Allerding war der Fußweg dahin abenteuerlich. Über eine wild aufgebaggerte Strasse stiegen wir von Steinblock zu Steinblock. Später trafen wir in einem kleinen Ort, mit Blick auf die Berge Dagestans, eine kleine katholische Gemeinde an und feierten dort die heilige Messe.

Zuletzt fuhren wir zu einem der größten georgischen Weinkeltereien und bekamen da eine sehr spannende und informative Führung durch die Weinkeller und Stollen, die bereits zu Sowjetzeiten von den Erbauern der Moskauer Metro tief in die Berge des Kaukasus getrieben wurden.

Am Ende konnten wir uns selbst vom Geschmack der Weine, die wie zu Jesu Zeiten, auf sehr archaische Weise gekeltert wurden, überzeugen. In Tonamphoren, die in die Erde eingegraben wurden reifte der Wein aus Trauben, die ohne Waschen hineingestampft werden und nur die natürlichen Hefen von der Oberfläche der Trauben nutzt. Dadurch ist der Geschmack intensiv, würzig und schwer. Es ist ein ganz anderer Geschmack, als wir ihn von unseren Weinsorten gewöhnt sind und nicht für jedermanns Gaumen. Dafür war der Tschatscha, ein Tresterschnaps ähnlich dem Grappa geradezu „umwerfend gut“.

Tag 5
Dieser Tag war dem Sightseeing und Shopping gewidmet. Unser sehr kundiger Begleiter Vadim, hat sehr viel, umfangreich und spannend zur Geschichte Tiflis und Georgiens erzählt.  Danach gingen wir individuell auf Einkaufstour.
Zum Abend trafen wir uns an der modernen überdachten Friedensbrücke um dann gemeinsam zur Peter-und Paul Kirche zu gehen und mit Pater Michal Gottesdienst zu feiern. Anschließend lud er uns alle zum Abendessen in ein traditionelles georgisches Restaurant ein.

Tag 6
Heute verlassen wir das Bildungshaus mit seinem gastfreundlichen Verwalterpaar und steigen in die Busse Richtung Armenien. Schwester Anjuta, von den Marxer Eucharistieschwestern, hat uns in ihr Heimatdorf eingeladen. Eine Nacht werden wir dort in Privatquartieren übernachten und mit den Menschen in Kontakt kommen.

Auf der Fahrt dahin haben wir in Achalziche die Rabati-Festung besucht, ein beeindruckender Trutzbau. Etliche Kilometer später der nächste Halt bei der Motsameta-Kirche, die auf einer älteren Basilika steht in der die Märtyrer David und Konstantin ruhen sollen.

Endlich in dem armenischen Dorf angekommen, treffen wir uns mit den Menschen in der armenisch katholischen Kirche. Schwester Anjuta begrüßt Familie und Freunde, die sie sehr lange nicht gesehen hat und stellt uns den ortsansässigen Pfarrer vor. Er erzählt uns wie sein Weg vom Priesterseminar in Litauen bis nach Armenien war und wie er den anderen Ritus der Messe im armenischen Gebiet erlernen musste. Auch Schwester Anjuta erzählt wie ihre Kindheit und Jugend innerhalb der Gemeinde und den Aufgaben in der Kirche gewesen war.
Wir wurden für den nächsten Tag zum Gottesdienst eingeladen und anschließend in vier Gruppen zu jeweils zwei mit Frauen und zwei mit Männern eingeteilt und zu unseren Gastfamilien gefahren. Lustigerweise fand unsere Gruppe erst beim abendlichen Zusammensein heraus, dass der Fahrer unseres Autos ein Junge von 12 Jahren gewesen war. Die Sache mit dem Führerschein sieht man hier ganz entspannt.

Nachdem wir unser Gepäck abgestellt hatten ging es wieder hinaus. Dem Regen trotzend hatten die Gemeindemitglieder uns zu ihrem Grillplatz im Wald eingeladen, wo unter einem schützenden Dach ein reichhaltiges Angebot an Brot, Gemüse, Kräutern und Käse auf uns wartete. Über einer langen Kohlewanne brieten halbmeterlange Schaschlickspiese mit riesigen Fleischstücken dran. In einem Topf daneben kochten Lammfleischstücke. Vegetarier hatten jedenfalls schlechte Karten hier.
Nach einem langen Essen ging es wieder zurück in die Gastfamilien aber nicht, wie wir hofften, ins Bett. Die Männer hatten das Schaschlik essen zelebriert, die Frauen zu Hause erwarteten uns mit Tee und Kuchen. Wenn wir nicht die Gastgeber beleidigen wollten, mussten wir auch noch Kuchen essen. Dabei hatte ein Magen-Darm-Infekt einige von uns in seinen Klauen. Aber da mussten wir durch.

Die Menschen in dem Dorf lebten in sehr einfachen Verhältnissen. Die Strassen waren alle unbefestigt, die Gebäude zu großen Teilen renovierungsbedürftig und trotzdem haben sie so großzügig und liebevoll mit uns geteilt. Als Gastgeschenke hatten wir Annaberger Faltsterne mitgebracht und diese wurden von unseren Männern gleich aufgehängt und gezeigt, wie das mit der Beleuchtung geht.
Spät am Abend fielen wir endlich hundemüde und gefühlt 3kg schwerer ins Bett.

Tag 7
Nach dem Frühstück in den Gastfamilien fuhren wir zur Kirche und feierten mit dem Geistlichen eine Messe nach dem armenischen Ritus.
Es folgte eine sehr herzliche Verabschiedung von den Gemeindemitgliedern und wir stiegen wieder in die Busse zu unserem letzten gemeinsamen Tag.

Das heutige Tagesziel war die Höhlenstadt Wardsia mit dem Kloster aus dem 12. Jahrhundert. Durch einen Felsabbruch sind die Höhlen zum großen Teil sichtbar geworden. Jedoch leben in einem Teil auch wieder Mönche. Einst konnte diese Höhlenstadt bis zu 50000 Menschen in 3000 Wohnungen beherbergen. Wir haben einen großen Teil der Räume besichtigen können und die Kunst der Baumeister bewundert. Unterhalb der Höhlenstadt servierte Schwester Anjuta noch die Reste vom Grillabend und das reichte für die ganze Gruppe als Mittagsimbiss.

Hier mussten wir uns dann auch von der Pilgergruppe aus Marx verabschieden. Es waren intensive und emotionale gemeinsame Tage, auf denen wir uns besser kennengelernt haben, auch wenn die sprachlichen Hürden noch etwas schwierig sind. Aber das friedliche und wertschätzende Miteinander von Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern war sehr beeindruckend.

Zschachwitzer Jugendfahrt 2025

Auch dieses Jahr waren wir mit unserer Jugend wieder unterwegs und durften eine unvergessliche Fahrt erleben. Los ging es in Unterschleißheim bei München mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einer spannenden Stadterkundung, bei der wir viele beeindruckende Kirchen besichtigten. Ein bewegender Besuch im KZ Dachau folgte – ein Moment der Stille und des Nachdenkens, der uns viel Neues zeigte. 

Danach zog es uns hinaus in die Natur: Wir wanderten zur Benediktenwand und übernachteten auf einer Hütte, besuchten ein Benediktinerkloster und stellten in einem Freilichtmuseum sogar unsere eigene Butter her.

 Action kam ebenfalls nicht zu kurz – ob beim Baden, Raften oder Staunen in einer wilden Klamm. Wir meisterten sportliche Herausforderungen, spielten, sangen, lachten und führten viele gute Gespräche. Unterwegs erlebten wir herzliche Gastfreundschaft, ließen uns kulinarisch verwöhnen und bestaunten immer wieder die Schönheit der Natur. Manchmal taten die Füße weh – aber die besondere Gemeinschaft machte jeden Schritt zu einem wertvollen Erlebnis. 

RKW Rückblick Striesen 2025

Herzenssache - die Psalmen RKW 2025 in Striesen

Diese RKW ist uns ans Herz gegangen. Jeden Tag konnten wir anhand von ausgewählten Psalmen unsere Gefühle ausdrücken. Angefangen hat es mit einer Gefühlsmischung aus Unsicherheit, Ungewissheit, Vorfreude und Spannung, so wie es auch in Ps 23 beschrieben wird. Diesen Psalm schrieben die Kinder mit ihren eigenen Worten. Mit Ps 150, dem "Großen Halleluja", drückten die Kinder auf unterschiedliche Weise ihre ausgesprochene und manchmal auch ausgelassene Freude aus. Beim Ausflug in die Sächsische Schweiz blieb Zeit, um sich über Situationen der Traurigkeit, Wut und Angst auszutauschen. Wie kann etwas Zerbrochenes wieder heil werden?, fragten sich die Kinder mit Ps 51. Am  Freitag spielte die Dankbarkeit eine große Rolle. Mit Ps 30 und im Gottesdienst hatten alle die Möglichkeit, dankbar auf die Woche zurückzublicken.
Und Anlässe dafür gab es genügend: das super Helferteam (7 neue!), die tollen Kinder (interessiert und friedlich), fleißige Köchinnen (alles wurde aufgegessen), engagierte Eltern (jeden Tag leckeres Obst und Gemüse), eine mithelfende Gemeinde (ausreichend Spenden und Kuchen).
Ausgefüllt wurde die Woche mit dem täglichen Morgen-, Mittags- und Tagesabschlussgebet, einer Großgruppenkatechese, einer Gruppenarbeit, Zeit zum Spielen, Basteln, Tanzen, Singen, Entspannen, Wandern, Quatschen und Übernachten. Den Kindern hat es sehr gut gefallen. Das Beisammensein und der Austausch untereinander haben ihnen gut getan. Und auch die Helfer sind sehr zufrieden in die verdienten Ferien gegangen. Alle wollen nächstes Jahr wieder dabei sein. Deshalb merkt euch den Termin vor: 6.-10.7.26 RKW in Mariä Himmelfahrt! 
 

Cornelia Grützmacher im Namen des Helferteams

Seniorenfahrt 2025

Am Mittwoch, den 19. Juni, führte uns die diesjährige Seniorenfahrt unserer Pfarrei bei wunderschönem Wetter mit dem Bus über Hohenstein-Ernsttal weiter nach Augustusburg. Im Bus gab es von Pfarrer Lommatzsch eine geistliche Einstimmung im Sinne einer kleinen "Pilgerfahrt".
Erste Station unseres Ausflugs war die katholische Kirche, in der wir gemeinsam die Hl. Messe feierten. Anschließend erklärte uns ein dortiges Gemeindemitglied die moderne Kirche.

Die Kath. Pfarrkirche St. Pius X. (Pfarrei "Heilige Familie" Zwickau) wurde zwischen 1997 und 1998 erbaut, nach Entwürfen der Kölner Architekten Peter Böhm und Christopher Schroeer-Heiermann.
Am 20.09.1998 wurde sie durch Bischof J. Reinelt geweiht. Die Kirche ist in glatter Sichtbetonweise errichtet und wurde, in Anlehnung an die stark lehmhaltige rote Erde in der Region, mit Terracotta-Rot eingefärbt. Als besonderes Merkmal der Kirche ist die omegaförmige Öffnung und das darin eingelassene, doppelflügelige Hauptportal zu nennen.

Nach einem guten geschmackvollem Mittagessen ging es dann weiter zur Standseilbahn in Erdmannsdorf am Fuße der Augustusburg.. Die Bahn brachte uns wohlbehalten nach oben, so dass wir dann mühelos die Ausstellungen der Burg besichtigen konnten.

Nachdem es auch noch eine reichhaltige Kaffeepause an der Bergstation der Sommerrodelbahn gab, fuhren wir zufrieden zurück nach Dresden.

Herzlichen Dank an unseren Busfahrer und allen, die diese Fahrt organisiert und ermöglicht haben!

Christian Scholz

 

Familienkreiswochenende 2024

Am Wochenende des 25.10. bis zum 27.10. 2024 waren wir als „der Halbkreis“ in Familie unterwegs.

Richtung Bautzen liegt der langgestreckte Ort Neukirch, indem wir bereits zum dritten Mal im Schullandheim reichlich Platz fanden. Als gegen 18.00 Uhr die Familien ankamen, füllte sich das Haus durch die etwa 35 Leute mit Leben. Schnell war die Küche zur Selbstversorgung, der gerade ausreichende Speisesaal, der große Gemeinschafsraum, die Spielräume (Tischtennis, Billiard, Luft-Disk, Tischkicker) und draußen, der mit Feuerholz beheizbare Pool eingenommen. Es gab Abendbrot mit vielen mitgebrachten Leckereien und in dem Zusammenkommen schwang Freude mit. Nicht nur wir wollten uns genügen, so starteten wir mit einem gemeinsamen Abendgebet. Anschließend ging, wer wollte in den Badezuber nach draußen oder ließ sich auf die Squaredances im Saal ein. Warm und fröhlich wurde es bei beiden „Parteien“. Der Abend wurde lang und schließlich fand jeder einen Schlafplatz.

Der Samstag war, wie schon seit vielen Jahren gut erprobt, in der Abfolge „traditionell“ aufgebaut. Nach dem erfrischendem Morgengebet, mit Gesang, Gitarre und Geschichten, wurden beim Frühstück für die lange Wanderung Brötchen geschmiert. Schnell wurde in die Autos gesprungen und bei schönem Wetter ging es los. Der Wind pfiff um die Ohren, aber die Sonne ließ den Wald immer schöner wirken. Der Weg wurde durch Gespräche, mit Leuten, mit denen man sonst nicht immer ins Gespräch kommt, sehr interessant. Nach einer Mittagspause an einem Feldweg mit toller Aussicht, liefen wir motiviert die letzten Kilometer zurück. Im Landheim gab es Kaffee und Kuchen. Die Zeit zum Ausruhen war nötig, denn das große Fußballspiel zwischen den Erwachsenen und Wachsenden stand bevor. Während die einen hinter dem Haus gegeneinander spielten, genossen die anderen im großen Saal eine angeleitete Entspannung. Eine Stunde Yoga und danach: ein befreiendes Gefühl und Muskelkater.

Zum Abend wurde der Grill angeheizt und fleißig gegrillt. Nach dem Essen trafen sich alle zum Abendgebet und hielten dankbar Gott den erlebten Tag hin. Im Anschluss konnte man der Einladung, noch im Saal zu bleiben, folgen und über unseren Glauben miteinander ins Gespräch kommen. Es entstand eine wunderbare Atmosphäre und die bewegten Gedanken wirken in uns noch eine lange Weile nach. Das Bäcker-Brötchen-Frühstück leitete unseren Sonntag ein. Dann wurde gepackt und gekehrt. Pünktlich um 10 Uhr trafen wir uns zum selbstgestalteten Abschlussgottesdienst: anstelle der Predigt gelang uns eine Bibelarbeit. Die schwungvolle Gitarre zu Liederwald-Gesängen und die ausgesprochenen Gedanken und Bitten rundeten unser Beisammensein ab. Beschenkt konnten wir so den Heimweg nach Dresden antreten.
Gretha

Ruhestand Pfr. Tammer 2024

Festlicher Dank für Pfarrer Tammer am 4. August

Nicht mit Pauken und Trompeten, aber Chor, Streichern, Saxofonen und Gitarrenklängen aus Aleppo ist Pfarrer Laurenz Tammer nach reichlich zehn Jahren als hauptamtlicher Seelsorger von „Mariä Himmelfahrt“ in den Ruhestand verabschiedet worden. Zugleich war der Festtag am 4. August 2024 Anlass, seines 40. Weihejubiläums zu gedenken und seinen 70. Geburtstag zu feiern. Der Sonntagnachmittag, durch den Heike Rudolf und Jan Horn als Moderatoren führten, geriet bei aller Wehmut zu einem freudigen Fest des Dankes – an Gott, an den Pfarrer und wohl auch von ihm an die Gemeinde. „‚Mariä Himmelfahrt‘“, sagte er sichtlich bewegt, „war das Beste, was mir in diesen Jahren passieren konnte.“ 

Nach der Festmesse in der vollbesetzten Kirche, bei der Generalvikar Andreas Kutschke, Dekan Norbert Büchner, Pfarrer Michael Gehrke und die Priester Arnold Heinz Pyka, André Lommatzsch und Vinzenz Brendler konzelebrierten, folgte ein fröhlicher Gemeindenachmittag mit Spielprogramm für die Kinder. 

Grußworte rissen nicht ab, Geschenke wurden überreicht. Die italienischen Gläubigen umarmten Don Lorenzo. Auch die polnischen Katholiken dankten. Beide Landsmannschaften haben in Striesen geistliche Heimat gefunden. Als Vertreter der Ökumene sprach Pfarrer Dr. Christoph Herbst von der lutherischen Gemeinde. Die methodistischen Christen übermittelten Segenswünsche, dazu Caritas, Franziskusschule und Ökumenische Seniorenhilfe. Für Reime und Gesang fand sich Zeit. Pfarrer Gehrke und das „Pfarrei-Team“ überreichten – passend vor dem in den Bergen anstehenden Urlaub – Stock, Regencape und Rucksack an den passionierten Wanderer.

Das große Kuchenbuffet erhielt viel Zuspruch, nachdem mit Sekt angestoßen worden war. Trotz des Wechsels von Sonne und blauem Himmel mit Blitz, Donner und kräftigem Regen blieb die Gemeinde mit Gästen aus Nah und Fern beisammen, zu denen auch Geschwister des Jubilars zählten. Selbst von dessen erster Pfarrei im vogtländischen Falkenstein, die er bis 1998 geleitet hat, waren persönlich Wünsche überbracht worden, bevor die Anwesenden bei einer Tombola Begegnungsgutscheine vom Konzertbesuch bis zum geistlichen Gespräch (mit einem Augenzwinkern) mit dem nun in Ruhestand, aber Reichweite Verabschiedeten erstehen konnten. 

Von der Gemeinde erhielt er eine Stola, auf die das Logo der Pfarrei „St. Elisabeth“ gestickt worden ist, dazu ein – wie er im Nachgang sagte: ihm besonders wertvolles – Buch, für das zahlreiche Gläubige Seiten mit Erinnerungsworten, Fotos und Wünschen gestaltet haben. Hinzu kam ein Geldbetrag, mit dem die in die Jahre gekommene private Computertechnik auf Vordermann gebracht werden soll. Später gaben die Männerstimmen der Kapellknaben ein Ständchen. Auf dem Grill brutzelten Würste, Leber- und Grillkäse. 

Doch Pfarrer Gehrkes Worte mögen beherzigt werden: Auch wenn sein Mitbruder nach dem Urlaub in Südtirol in die Gemeinde zurückkehre, sei künftig Diakon Daniel Frank in seelsorglichen Anliegen erster Ansprechpartner in „Mariä Himmelfahrt“. „Nicht, dass er es sich in einem Jahr anders überlegt“, sagte Pfarrer Gehrke, „und doch noch wegzieht.“ Im Sinn bleiben mögen zudem Pfarrer Tammers Predigtworte: Es komme nicht wesentlich auf Strukturreformen in der Kirche an, sondern darauf, dass Christus in unseren Herzen verwurzelt bleibe, um festgefahrene Strukturen verwandeln zu können.

MK

100 Jahre "Mariä Himmelfahrt"

Pfarreigründung 2020

Am Dreifaltigkeitssonntag, den 7. Juni 2020, wurde die Pfarrei "St. Elisabeth" gegründet
Wir haben für sie einige Bilder vom Gottesdienst zusammengestellt. Fotos: Th. Gebauer, Ch. Scholz